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Verein Frauen für Frauen
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Gütesiegel Betriebliche Gesundheitsförderung 2018–2020

Gütesiegel Betriebliche Gesundheitsförderung

Jahresbericht 2010

Ein Jahr der Veränderungen – Bericht der Geschäftsführerin

Jahresbericht 2010 2010 hat FRAUEN für FRAUEN – neben der Bewältigung der umfangreichen respektive immer umfangreicher werdenden Alltagsarbeit – gravierende Veränderungen gebracht.

Eine entscheidende Auswirkung hatte sowohl arbeitstechnisch als auch logistisch die Standortverlegung unserer Zentrale in Hollabrunn. Da die Vermieterin des Objektes am Kirchenplatz 1-2a andere Nutzungsbedürfnisse für die Räumlichkeiten hatte, mussten wir uns auf die Suche nach einem neuen und adäquaten Standort begeben.

In Hollabrunn einen solchen in dieser Größenordnung und abgestimmt auf unsere wichtigsten Anforderungen zu finden, nämlich wieder rund 750 bis 800 m2 Nutzfläche zur Verfügung zu haben, verkehrstechnisch gut erreichbar zu sein und möglichst alle Mitarbeiterinnen in einem Gebäude vereint zu haben, war nicht gerade einfach zu verwirklichen.

In der Dechant Pfeiferstraße 3 fanden wird dann das geeignete Mietobjekt und somit unsere neue Heimat.

Nach recht umfangreichen Umbau- und Sanierungsarbeiten konnten wir unter Zuhilfenahme eines Transportunternehmens von 18. bis 20. Juni 2010 die neuen Räumlichkeiten in Teilen des 1. Stockes, des 7. Stockes und des 9. Stockes im Studentenheim in Hollabrunn beziehen.

Wir bedanken uns bei allen, die uns dieses aufwändige Unterfangen ermöglicht haben. Allen voran richtet sich unser herzlicher Dank an die Stadtgemeinde Hollabrunn, die Leitung des Studentenheimes & Sport- und Seminarhotels, sowie an ihr Arbeitsteam für die große Unterstützung, die uns im Rahmen der Übersiedlung zuteilwurde. Dies war großartig und sucht nach Nachahmung.

Dem Hollabrunner Bürgermeister, Herrn Erwin Bernreiter, und der Stadtgemeinde Hollabrunn konnten wir als Zeichen unseres Dankes und unserer Wertschätzung für diesen Beitrag einen AWARD zu einer frauenfreundlichen Stadt Hollabrunn überreichen. (Siehe auch „Wir sind nicht mehr zu übersehen“)

Mittlerweile haben wir uns am neuen Standort gut eingelebt und fühlen uns in den schönen Räumlichkeiten sehr wohl. Ein Dankeschön gehört auch der Erzdiözese Wien als Vermieterin der Häuser am Kirchenplatz 1-2a bzw. deren Vertreterinnen für die langjährige gute Zusammenarbeit.

Überlebenssituation von Frauen für Frauen

Weniger erfreulich stellt sich die Überlebenssituation von FRAUEN für FRAUEN dar.

Seit einigen Jahren versuch(t)en wir in vielen Gesprächen mit politischen EntscheidungsträgerInnen und/oder mit VertreterInnen von FördergeberInnen gemeinsam mit dem Netzwerk Österreichischer Frauen- und Mädchenberatungsstellen (= Dachverband) und der NÖ- Vernetzung der Frauen- und Mädchenberatungsstellen die immer prekärer werdende Finanzsituation der gut 55 in Österreich arbeitenden Frauenberatungsstellen – darunter auch unseres Vereins – zu thematisieren und positiv zu verändern.

Prekär deswegen, weil trotz steigender Personal-, Raum-, Haus- und Sachkosten die Höhe der Fördergelder von Jahr zu Jahr gleich bleibt oder weniger wird. Und das bei gleichbleibendem Aufgabenvolumen bzw. bei steigender Beratungsnachfrage aufgrund verschärfter Lebens- und Existenzbedingungen der Frauen in der Region.

Leider ist das nicht gelungen. Wie wir in den Vorgesprächen und Verhandlungen für 2011 schon feststellen mussten, wird sich angesichts von Sparbudgets unsere Auftragslage empfindlich verschlechtern. Zu unserem Leidwesen und großem Bedauern mussten aufgrund von arbeitsrechtlich einzuhaltenden Fristen schon im Herbst 2010 Kündigungen von Mitarbeiterinnen für 2011 ausgesprochen werden. Uns steht mit 2011 ein Arbeitsjahr der Reduzierungen und der Einschränkungen bevor, da sich vor allem im arbeitsmarktpolitischen Bereich das Auftragsvolumen reduzieren wird.

Umso wichtiger erscheint mir angesichts solcher Rahmenbedingungen an dieser Stelle den aus dem Verein ausgetretenen Mitarbeiterinnen für ihr oft sehr langjähriges Engagement um unsere Organisation und um Frauenanliegen zu danken.

Ganz besonders bedanken möchte ich mich bei der Bereichsleiterin des arbeitsmarkt- politischen Bereiches, Frau Dipl. Psychologin Anne Geißler, für ihr professionelles, innovatives, unermüdliches und kompetentes Engagement für FRAUEN für FRAUEN und die Frauen und Mädchen der Region.

Leider verlässt sie den Verein, weil sie sich beruflich und privat verändern möchte.

Was unsere Angebote betrifft war 2010 ein sehr erfolgreiches Jahr. Einerseits wurden die arbeitsmarktpolitischen Aktivitäten – Kurse, Coachings im Einzel- und Gruppensetting, und auch das Programm Frauen in Technik und Handwerk (=FiT) – von den Zielgruppen stark frequentiert. Andererseits waren die psychosozialen Beratungsangebote und auch die kostenlose Psychotherapie stark nachgefragt. Auch unsere Wohngemeinschaft für obdachlose bzw. von Obdachlosigkeit bedrohte Frauen und ihre Kinder war ganzjährig und durchgängig voll belegt.

Details dazu lesen Sie bitte im Bericht.

Ungebrochene Nachfrage

Wie sehr unsere Inhalte im Weinviertel nachgefragt sind, zeigen 15 Artikel in den Niederösterreichischen Nachrichten über unsere Arbeit und unsere Angebote bzw. über Aussagen von FRAUEN für FRAUEN zu frauenpolitischen Themen. 5 Mal haben die Bezirksblätter über uns berichtet. 2 Radiosendungen mit Vertreterinnen von FRAUEN für FRAUEN wurden von Radio Ypsilon, einem lokalen Radiosender, ausgestrahlt.

Wenn es aufgrund von Kürzungen von Fördergeldern zu weniger Hilfsmöglichkeiten für die betroffenen Frauen und Mädchen kommt, so ist das bedauerlicherweise, nicht einer zielgerichteten Planung zuzuschreiben, und auch nicht der Frage, was brauchen Frauen und Mädchen in der Region, sondern resultiert aus allgemeinen finanziellen Sparmaßnahmen.

Wir und auch die anderen Frauen- und Mädchenberatungsstellen in Österreich sehen die Notwendigkeit und den Beratungs-, Unterstützungs-, und Hilfsbedarf von Frauen und Mädchen und fordern daher Politik und Finanz dazu auf, bedarfsgerecht und zielgerichtet zu planen und zu entscheiden. Außerdem fordern wir Maßnahmen, die im Sinne des Gender-Budgeting bei der Finanzplanung die Geschlechtergerechtigkeit tatsächlich zum Inhalt hat und in den Vordergrund stellt. Ebenso fordern wir jährliche Budgetanpassungen, damit es nicht, wie derzeit gepflogene Praxis, schrittweise zur Aushungerung und Existenzgefährdung von Frauenberatungsstellen kommt, obwohl ungebrochener Hilfsbedarf vorhanden ist.

Es freut uns, dass uns im Berichtsjahr 2010 insgesamt 5.977 Personen ihr Vertrauen geschenkt und die Angebote des Vereins FRAUEN für FRAUEN in Anspruch genommen haben.

An dieser Stelle bedanken wir uns bei allen kooperierenden Stellen herzlich für die gute Zusammenarbeit im Berichtsjahr.

DSAin Erna Neumüller, Geschäftsführerin

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