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Gütesiegel Betriebliche Gesundheitsförderung 2018–2020

Gütesiegel Betriebliche Gesundheitsförderung

Jahresbericht 2009

Wir hatten Grund zum Feiern – Bericht der Geschäftsführerin

Jahresbericht 2009 2009 stand neben der Bewältigung, dem Ausbau und der Weiterentwicklung der Alltagsarbeit ganz im Zeichen der Vorbereitung und der Durchführung eines Festaktes anlässlich des 20- jährigen Bestehens des Vereins.

Aus diesem Anlass bereiteten wir ein Jubiläumsfest vor, welches wir am 16.9.2009 mit über 200 FestgästInnen, darunter unsere FördergeberInnen, KooperationspartnerInnen, KlientInnen, FreundInnen, HollabrunnerInnen, feierten.

Besonders freute es uns, dass Frau Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek, Frau Landesrätin Mag.a Johanna Mikl-Leitner, Herr Landesgeschäftsführer des AMS NÖ Mag. Karl Fakler, Herr Bürgermeister a. D. Mag. Helmut Wunderl zu unseren EhrengästInnen zählten. Sie wurden beim Jubiläumsfest während einer von Frau Drin Ursula Lengauer moderierten Talkrunde zu frauenpolitischen Themen befragt und bezogen Stellung zum „1. Protesttag Frauen stoppt die unbezahlte Arbeit“.

Fast während des ganzen Arbeitsjahres 2009 beschäftigten wir uns – neben der Alltagsarbeit – intensiv mit für Frauen wichtigen Lebensweltthemen. In einer Workshopreihe mit Vertreterinnen vom Büro trafo.K, mit Künstlerinnen, Frauen aus der Region und einigen unserer Mitarbeiterinnen stand das Kulturvermittlungsprojekt her stories „sehen … handeln … zeigen …“ im Mittelpunkt der Auseinandersetzung. Feministische Geschichten, Forderungen und Zukunftsvisionen waren Gegenstand dieser kreativen Auseinandersetzung und Betrachtung. Die Ergebnisse wurden in Form eines Leporellos und einer Performance sowie einer Rauminstallation beim Jubiläumsfest präsentiert.

Die Tatsache, dass Frauen und Mädchen noch immer gesellschaftlichen Benachteiligungen und Diskriminierung ausgesetzt sind, war für uns ein Anlass, den 16.9.2009 zum „1. Protesttag – Frauen stoppt die unbezahlte Arbeit“ zu erklären.

Während des vorliegenden Berichtszeitraumes wurde durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit, durch Straßenaktionen vor dem Jubiläumsfest und durch eine Fragebogenerhebung im Rahmen des Festaktes über diese Ungleichheit – zum Teil sehr kontroversiell – diskutiert, Bewusstwerdungsprozesse wurden initiiert.

Die Ergebnisse der Fragebogenuntersuchung bestätigen die vorhandene Ungleichverteilung im Bereich der Produktions- und Reproduktionsarbeit und führen zur erneuten Aufforderung an Politik und Wirtschaft, diese Ungerechtigkeiten durch wirksame gesetzliche Maßnahmen endlich und rasch zu beseitigen. Auch Männer und Frauen sind gefordert durch gemeinsames aktives Handeln diese Missstände zu beseitigen und ihren Beitrag zu mehr Geschlechtergerechtigkeit zu leisten.

Unseren Planungen gemäß konnten wir 2009 unser Leitbild formulieren, welches wir beim Jubiläumsfest erstmals einer breiteren Öffentlichkeit vorstellen durften.

Im Sinne der Ablaufoptimierung wurde das 2008 begonnene Organisationshandbuch im vorliegenden Berichtszeitraum fertig gestellt. Es enthält alle relevanten Informationen und Regelungen, die uns dabei helfen, dem von unseren FördergeberInnen vorgegebenen und stetig steigenden Administrations- und Verwaltungsaufwand effektiv, effizient und möglichst reibungsfrei gerecht zu werden.

Trotz vieler Gespräche mit politischen EntscheidungsträgerInnen und/oder mit VertreterInnen von FördergeberInnen – gemeinsam mit dem Netzwerk Österreichischer Frauen- und Mädchenberatungsstellen (= Dachverband) und der NÖ-Vernetzung der Frauen- und Mädchenberatungsstellen hat sich die immer prekärer werdende Finanzsituation der rund 55 in Österreich arbeitenden Vereine – darunter auch unseres Vereins - nicht positiv verändert. Jede/r FördergeberIn stellt unterschiedliche Antrags- und Abrechnungsvorgaben, sodass ein enormer Verwaltungsaufwand betrieben werden muss, um die Förderbedingungen zu erfüllen. Trotz vieler Bemühungen mit oben genannten VertreterInnen ist es bisher nicht gelungen, diese Systeme auch nur annähernd zu vereinheitlichen.

2009 konnten wir erstmals auch Berufsorientierungskurse für Wiedereinsteigerinnen in unserer Zweigstelle in Stockerau durchführen. Außerdem gelang es uns mit Zielstrebig zum Job eine sehr individuell gestaltbare, modular aufgebaute Qualifizierungsmaßnahme für Frauen zu entwickeln und durchzuführen. Dieses Konzept war auch für andere Regionen in Niederösterreich beispielgebend.

Das Programm Frauen in Technik und Handwerk (FiT), welches FRAUEN für FRAUEN 2007 und 2008 im gesamten Weinviertel etabliert hat, wird nun seit 2009 nach einer Ausschreibung durch das AMS, gemeinsam mit dem abz*austria durchgeführt.

Da uns das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur aus dortigen Prioritätsgründen die Fördermittel ersatzlos gestrichen hat, mussten wir Mädchen können mehr und Design your Job, beides Berufsorientierungsaktivitäten für Mädchen in Richtung nichttraditionelle Berufe, einstellen. Es konnte keine andere FördergeberIn gefunden werden. Besonders bedauerlich ist diese Entscheidung auch deswegen, weil es im Weinviertel keinerlei sonstige Berufsorientierungsangebote mit dem Schwerpunkt gibt und wir in unseren Beratungssituationen immer wieder auch mit den Folgen und Auswirkungen der (falschen) Berufswahlentscheidung auf Frauen und Familien konfrontiert sind.

2009 gelang es uns auch, Präsentationsmaterialien in einem einheitlichen Erscheinungsbild und daher mit Wiedererkennbarkeitswert zu schaffen, sodass wir im Sinne der Corporate Identity unsere Angebote noch gezielter veröffentlichen können.

Es freut uns, dass uns im Berichtsjahr 2009 insgesamt 4.785 Personen mit rund 10.800 Kontakten ihr Vertrauen geschenkt und die Angebote des Vereins FRAUEN für FRAUEN in Anspruch genommen haben, bzw. unsere Veranstaltungen besucht haben.

An dieser Stelle bedanken wir uns bei allen FördergeberInnen und KooperationspartnerInnen herzlich für die gute Zusammenarbeit im Berichtsjahr.

DSAin Erna Neumüller, Geschäftsführerin

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