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Gütesiegel Betriebliche Gesundheitsförderung 2018–2020

Gütesiegel Betriebliche Gesundheitsförderung

Pensionskonto

Pensionskonto

Pensionskonto-Benachrichtigungen schockieren Frauen

Jetzt ist es amtlich: Menschen, die Kinder-, Familien- und Pflegearbeit leisten, und das sind in Österreich immer noch vor allem Frauen, sind die größten VerliererInnen der Pensionsreform. Die Frauenberatungsstellen sehen hier akuten Handlungsbedarf: Der hohe Durchrechnungszeitraum benachteiligt vorwiegend Frauen

 

In den Frauenberatungsstellen Niederösterreichs/Österreichs gibt es vermehrt Anfragen zum Thema Armut in der Pension. „Frauen haben Angst, dass sie in der Pension ihren Lebensunterhalt nicht bestreiten können, sind enttäuscht und haben wenig Vertrauen in die Regierung“, so Sonja Mille von der Frauenberatungsstelle Mostviertel.

Frau E. (48 Jahre) beschreibt: „Ich war einige Jahre bei meinen drei Kindern zu Hause, da war ich mit meinem Mann mitversichert. Wir haben das beide so entschieden, dass ich für die Kinder und den Haushalt zuständig bin und wir wollten auch, dass unsere Kinder gut versorgt sind. Eine private Vorsorge für mich hätten wir uns damals nicht leisten können. Gleich nach den Kindern konnte ich gar nicht voll arbeiten gehen, weil es bei uns am Land keine ausreichenden Kinderbetreuungsplätze gab.“

Solche und ähnliche Frauenlebensläufe führen dazu, dass die Pension extrem niedrig ist. Noch vor einigen Jahren sind Frauen davon ausgegangen, dass ihre besten 15 Jahre zur Berechnung der Pension herangezogen werden. Durch die Erhöhung der Durchrechnungs-zeiten sind gerade Frauen mit ihren geringen Erwerbszeiten und oft auch mit den niedrigen Löhnen in typischen Frauenberufen die Hauptleidtragenden der Pensionsreform.

Frau M. (56 Jahre) erzählt: „Ich habe Angst, dass ich in der Pension von € 700,- leben muss, falls meine Ehe kaputt geht“ und fragt, „gibt es eine Möglichkeit, dass ein Teil der Pension meines Mannes auf mein Pensionskonto gutgeschrieben wird?“

Seit 2005 gibt es die Möglichkeit des Pensionssplittings. Jener Elternteil, der sich nicht der Kindererziehung widmet und erwerbstätig ist, kann für die ersten 4 Lebensjahre des Kindes (bei Mehrlingsgeburten für die ersten 5 Lebensjahre) bis zu 50 Prozent seiner Teilgutschrift im Pensionskonto jenem Elternteil, der sich der Kindererziehung widmet, übertragen. Dazu ist eine freiwillige Vereinbarung zwischen den Elternteilen erforderlich. Da der Antrag bis längstens zum 7. Lebensjahr des Kindes gestellt werden muss, ist diese Möglichkeit für Frau M. nicht mehr relevant.

Erschwerend hinzukommt, dass es keineswegs sicher ist, dass Frau M. einen Unterhaltsanspruch an ihren Mann hätte, falls es zur Scheidung kommen sollte. Der EhegattInnenunterhalt ist in Österreich leider immer noch an die Verschuldensfrage gekoppelt. Was bedeutet, dass Frau M. im schlimmsten Fall von der Mindestpension leben müsste, obwohl das Paar in jungen Jahren gemeinsam entschieden hat, dass die Familienarbeit vorwiegend von der Frau geleistet wird.

Es ist unzumutbar, dass immer noch so viele Frauen in Abhängigkeitsverhältnissen leben müssen, weil eine selbständige Existenzsicherung nicht möglich ist. Die Frauenberatungsstellen Niederösterreichs fordern deshalb die Regierung dazu auf, die Durchrechnungszeiten für die Pensionsberechnung für Menschen, die Kinder-, Familien- und Pflegearbeit leisten, wieder zu verkürzen oder die Zeiten dieser Care-Arbeiten höher zu bewerten.

 

Rückfragen an: Ursula Hein, Frauen für Frauen ursula.hein@frauenfuerfrauen, Tel. 0664-8574573

 

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